Der Krieg gegen Drogen in der Finanzkrise

DEA Agents bei einer ÜbungDass der Krieg gegen Drogen ein Kampf ist, den man nicht gewinnen kann und der bereits Milliarden gekostet hat, wissen wir schon länger. Bis jetzt war das Argument dagegen, dass man die Durchsetzung von Moral nicht mit Geld aufwiegen kann. Schließlich sei Drogenkonsum unanständig, ausgenommen natürlich Alkohol, Nikotin, Koffein und vom Arzt verschriebene Medikamente.

In den U.S.A., die stärker als Deutschland von der Finanzkrise betroffen sind, scheint jedoch ein Meinungswandel erkennbar zu sein. Nicht nur Initativen zur Cannabislegalisierung oder ähnliche Gruppen rufen nach dem Ende von Repression und Gewalt, sondern auch größere Vertreter der Massenmedien. So kann man im Kommentar War on drugs is insane auf cnn.com folgendes lesen:

One senior Harvard economist estimates we spend $44 billion a year fighting the war on drugs. He says if they were legal, governments would realize about $33 billion a year in tax revenue. Net swing of $77 billion. Plus the cartels would be out of business. Instantly. Goodbye crime and violence.
If drugs were legalized, we could empty out a lot of our prison cells. People will use this stuff whether it’s legal or not. Just like they do booze.

Weitere Artikel sind zum Beispiel Mexican Drug Lord Officially Thanks American Lawmakers for Keeping Drugs Illegal von huffingtonpost.com oder How to stop the drug wars vom Economist. Ich hätte mir lieber die Einsicht gewünscht, dass der Konsum bzw. Missbrauch jeglicher Drogen (einschließlich meiner Meinung nach harter Drogen, wie Heroin oder Alkohol) zur persönlichen Freiheit gehört. Der Umweg über Finanzkrise und Angst vor steigender Kriminalität tut’s auch.

Doctor Dad has the prescription
www.toothpastefordinner.com

Eine Antwort zu “Der Krieg gegen Drogen in der Finanzkrise”

  1. Oli sagt:

    Noch ein interessanter Artikel der LA Times mit einem republikanischen Ex-Richter: “Gray says he’s often asked about sending the wrong message, and he responds with a reality check. Anyone who wants illegal drugs can easily get them, but doing so may put them in harm’s way. Wouldn’t it be smarter to sell the drugs at government stores, so advertising could be outlawed, taxes collected on one of California’s biggest cash crops and drug gangs eradicated?”

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