Anlässlich des steigenden Rechtsradikalismus veranstaltet die Grüne Jugend Kreis Soest am 28. März eine Demonstration gegen Rechtsextremismus in Werl.
„Dass so eine Aktion überhaupt nötig ist, ist beschämend für Politik und Gesellschaft.“, so Lea Heidrich, Sprecherin des KV Soest. „Wir erachten es als Bürgerpflicht faschistischem Gedankengut keinen Platz zu bieten.“ Die traurige Wahrheit sieht anders aus; nach einer aktuellen Studie ist jeder siebte Jugendliche in Deutschland fremdenfeindlich eingestellt. Eine dank des „Werler Workshop Werte“ zurückgewiesene Anfrage der NPD die Werler Stadthalle für ihren Bundesparteitag zu mieten betont die Notwendigkeit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Das soll mit der Demonstration geschehen.
„Die Demonstration hat eine Doppelfunktion, einerseits um ein Zeichen zu setzen, andererseits um die Bürger über Rechtsradikalismus zu informieren und damit zu sensibilisieren, denn häufig werden Jugendliche durch betontes Gemeinschaftsgefühl von den Rechtsradikalen gelockt. Der faschistische Hintergrund bleibt zunächst verdeckt. Durch Information kann dieser schneller entdeckt und als das, was er ist, nämlich menschenverachtend, beurteilt werden.“, sagt Julian Müller, Sprecher des KV Soest. Demnach ist eine Demonstration auch Präventionsarbeit. „Es darf nicht sein, dass rechtspopulistische Organisationen mehr Zulauf haben als die etablierten Parteien und Jugendorganisationen.“ Ein jeder, der die Ausbreitung faschistischen Gedankengutes nicht dulden kann, ist herzlich eingeladen am 28. März friedlich aber entschlossen, kreativ und bunt, zu demonstrieren und somit seine Stimme der Demokratie zu geben. Beginn des Zuges ist um 14 Uhr am Werler Bahnhof, umkreist die Werler Innenstadt und endet mit einer Kundgebung. Zuvor bietet ein Stand am Neuen Markt die Möglichkeit, ein Zeichen gegen Rechts zu setzen und sich zu informieren.


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